21.10.2016

Veränderungen-Lieber zulassen als ablehnen

"Veränderungen sind doof. Warum muss sich etwas ändern, wenn doch gerade alles gut ist. Es kann doch auch so bleiben wie es ist." Ja klar, kann es. Doch was, wenn das, was danach kommt, viel besser ist?
Veränderungen sind meistens gar nicht so schlecht, man muss sie bloß zulassen und vor allem gehören sie zum Leben einfach dazu.
Wenn man gerade zufrieden ist und alles gut scheint wie es ist, dann treffen sie uns besonders hart. Veränderungen kündigen sich an und versetzten uns in Angst und Schrecken.
Warum denn jetzt? Alles ist doch gut so, wie es ist. Es soll sich nichts verändern. 
Warum wir davor so eine Angst haben und gar zurück schrecken, lässt sich leicht erklären. Veränderungen sind schlicht und einfach unbequem. Egal welche, sie ist meist mit Arbeit verbunden. Diese muss gar nicht körperlich sein, denn schon alleine psychisch fordern sie uns genug. Plötzlich kann nicht mehr alles so gemacht werden wie zuvor, das Gehirn muss die alten Gewohnheiten über Bord schmeißen und sich neue suchen. Dies beginnt schon bei der kleinsten Kleinigkeit.
Ach Mist, die Teller stehen ja jetzt unten links und nicht mehr oben rechts. Musste dieses neue Regal wirklich sein?
Eine typische Situation des Alltags, der wir alle sicher schon mal so oder so ähnlich begegnet sind. Schließlich passieren Veränderungen andauernd. Sei es nun der neue Lehrer in der Schule oder das neue Instagram-Update. Ständig ändert sich etwas in unserer Welt!
Obwohl wir demnach schon längst an den stetigen Wechsel, das kommen und gehen, gewöhnt sein müssten, sind wir das nicht. Auch wenn sicher nicht jeder neue Schrank oder jedes Update gleich den Weltuntergang einläutet, hadern wir doch immer wieder mit Neuem. Das Sprichwort heißt schließlich nicht zum Spaß:
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! 
An sich auch nicht nur schlecht, schließlich schützt uns das Vertrauen auf Altbewehrtes auch vor Fehlern. Doch eben auch vor Chancen. Wobei man da nicht wirklich von Schützen sprechen kann, wohl eher von Abhalten.
Ich denke es tut gut sich bei Zeiten von Gewohnheiten zu lösen und den Sprung ins Ungewisse zu wagen. Dafür muss man auch mal in Kauf nehmen, dass man mit offenen Armen geradewegs in einen Fehler rennt.
Genau diese Gedanken hatte ich beim Betrachten dieser Bilder. Sie sind vor einer Woche ganz kurz nacheinander entstanden. Ich und meine Schwester waren mit dem Fahrrad unterwegs. Der Himmel war die ganze Zeit schon etwas bedeckt, aber es schien, als ob es nicht regnen würde. Alles war gut!
Doch dann zogen plötzlich Wolken auf und der ganze, vorher noch relativ helle, Himmel schien in ein tiefes grau getaucht zu werden. Ich bekam sofort total schlechte Laune und fluchte auf die Wolken und den Himmel, weil ich absolut keine Lust hatte im Regen Fahrrad zu fahren. Von mir aus sollte der Himmel so bleiben, wie er zuvor war. Ich wollte keine Veränderung!
Ein paar Minuten später war ich sprachlos. Der Himmel sah so schön aus. Es herrschte ein total besonderes Licht und ich war einfach nur beeindruckt. Meine Fotoskills haben leider nicht ansatzweise gereicht um diesen Moment vernünftig einzufangen. Doch ich kann euch sagen, es sah wirklich toll aus. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass sich, aus den Anfangs so verfluchten Wolken, ein so schöner Moment ergibt.
Im Nachhinein ist mir aufgefallen, wie sehr ich in diesem Moment eine Veränderung des Wetters verschrien habe, ohne zu wissen was auf mich zu kommt. Ich habe der neuen Situation nicht mal eine Chance gegeben und das, obwohl das Neue viel schöner war als das Alte.
 
Zugegeben auf die Wolken Bewegung hat man jetzt nicht wirklich Einfluss und Gedanken über Veränderungen, vom Wetter abzuleiten, scheint auch etwas weit hergeholt, aber im Grunde war diese Situation einfach nur eine von vielen. Eine von vielen, in denen wir Neuem keine Chance geben und alles beim Alten lassen wollen. Dabei kann das Neue so viel schöner sein!
Auf diese Situation haben wir dann, anders als beim Wetter, Einfluss und ich glaube es tut uns allen gut, wenn wir ab und zu offener sind und dem Neuen eine Chance geben.
 
 
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1 Kommentar

  1. Ein richtig guter post! Ich stehe momentan auch vor so vielen Veränderungen, das ist wirklich total beängstigend...

    Love,
    Christina ♥
    cinapeh.blogspot.de

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