07.02.2016

Ich bin, wie ich bin oder?

Eigentlich bin ich der Meinung, dass jeder so sein sollte wie er ist und auch genau so bleiben sollte. Was ist aber, wenn Andere mit dieser Art nicht klarkommen? Gilt dann immer noch: Ich bin, wie ich bin?
Jeder kennt das, dass einem andere sagen, was man so für Macken hat oder was seine schlechten Angewohnheiten sind. Der eine kommt dauerhaft zu spät, der andere kommt beim erzählen nie auf den Punkt und wieder ein anderer kann Kritik nicht so gut ab. Jetzt stellt sich die Frage, wie man mit so einer Rückmeldung umgeht. Oder anders gefragt, wie man richtig mit dieser Kritik umgeht.
,ist da sicher ein Standpunkt den man vertreten kann und nach dem man dann lebt. Einfach so weiter machen wie vorher, nichts ändern und diese schlechte Angewohnheit hinnehmen. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass jeder Mensch erstmal so akzeptiert werden sollte wie man ist. Dazu gehören nicht nur die guten Eigenschaften, sondern auch die Schlechten. Allgemein liegt das beurteilen, was gute sind und was schlechte, auch immer im Auge des Betrachters und es wird immer Menschen geben, die bestimmte Macken weniger oder mehr stören. Nicht umsonst sagt man, dass  man eben nicht mit allen klar kommen muss und auch nicht jeder mit einem selber. Generell spricht also nichts gegen diese Aussage.
Jedoch leben wir immer noch zusammen in einer Gesellschaft. Das heißt, jeder von uns muss täglich mit vielen Menschen zusammen sein, mit ihnen arbeiten oder sie vielleicht auch einfach nur aushalten. Da ist es schon angebracht sich anzupassen, Rücksicht zu nehmen und an sich zu arbeiten, dass es für möglichst viele, möglichst einfach ist mit einem klar zukommen.
Jedenfalls stellt sich die Frage, wie viel Macke man unter "Ich bin, wie ich bin" fassen kann und ab wann man doch an sich und seinen Macken arbeiten sollte. Sie verändern, sich bemühen darauf zu achten was andere stört und dieses dann zu vermeiden.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich so bin, wie ich bin und deswegen Kritik völlig ausblenden darf.
Wahrscheinlich liegt die Antwort auf die Frage, was richtig oder falsch ist irgendwo dazwischen. Zwischen ändern für Andere und ignorieren von Kritik. Wo dieses dazwischen ist muss jeder selbst herausfinden und vielleicht auch einfach in sich selbst hinein hören. Entscheiden, wie weit man die Kritik nachvollziehen kann und wie wichtig es einem ist für Andere angenehmer zu sein. Insbesondere aber die Entscheidung, ob man so einen Eindruck bei Anderen hinterlassen möchte. Denn eins steht fest: Außenstehende sehen keine Geister, sondern uns einfach nur uns aus einer anderen Perspektive. Vielleicht ist also wirklich was dran und vielleicht sollten wir doch manchmal etwas ändern...


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1 Kommentar

  1. Endlich kann man bei dir Kommentare schreiben!
    Sehr schöner Post Hannah, ich denke mal diesen Gedankengang führt jeder nicht nur einmal in seinem Leben :-)
    Ich denke es ist aber gut immer wieder aufs neue eine Entscheidung zu treffen, ob man die Kritik annimmt und versucht sich zu ändern, oder ob man die Kritik annimmt aber so weiterlebt, weil man weiß man ist toll- auch mit seinen Macken :)

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